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Tutorials · Wizard Style Skating·Anfänger

Parallels

Der erste echte Turn der Grundlagen: beide Füße am Boden, 8 Variationen (open/closed × vorwärts/rückwärts × links/rechts).

VoraussetzungPredator

Parallel Turns sind die zweite Stufe der Grundlagen. Es sind kurvige Bewegungen entlang einer imaginären Halbkreislinie, ausgeführt mit beiden Füßen gleichzeitig auf dem Boden.

Es gibt 8 Variationen: open/closed × vorwärts/rückwärts × links/rechts. Jede Kombination trainiert eine andere Art von Gleichgewicht und Körperprojektion.

Parallels zu lernen bringt dir bei, dich zu lehnen, ohne den Schwerpunkt zu verlieren. Es ist der Schritt vor dem Tree (Einfuß-Version) und dem Gazelle (Transition aus zwei aufeinanderfolgenden Parallels).

Schritte

  1. Neues Konzept — Edges (Kanten): jeder Skate hat drei Kontaktbereiche zum Boden — Außenkante, Innenkante und Mitte. Lerne, bewussten Druck mit dem Knöchel auf jede zu spüren; dieser Druck zeichnet die Kurve. Ohne Skates, in deiner Predator-Haltung, spiele mit seitlichem Gewicht: bringe den Knöchel nach außen, dann nach innen. Genau wie ein Motorrad sich in eine Kurve neigt, anstatt geradeaus zu fahren.
  2. Baue deinen Übungskreis: mit einem Faden in der Länge von Brust bis Arm (~1 m), einem Schlüsselring an einem Ende und Kreide am anderen, zeichne einen weiten Kreis auf den Boden. Er wird dein visueller Guide, um die 8 Variationen zu trainieren.
  3. Diagonale Annäherung — die 4 Einfahrten: rolle in Predator vorwärts, aber visiere diagonal den Kreis an, nicht das Zentrum. Durchlaufe die 4 Diagonalen rundherum, ohne schon zu drehen — du baust nur räumliches Bewusstsein dafür auf, wo der Kreis relativ zu deinem Körper liegt.
  4. Dein erster Parallel Turn — Front Open Parallel: nähere dich dem Kreis diagonal in Predator. Beim Eintritt wechsle die Kanten (bewusster Druck auf eine Seite des Skates) und lass beide Füße der Richtung des Kreises folgen. Die Schultern initiieren die Drehung in Richtung des vorderen Beins — ohne Rotation gegen die Hüfte: deshalb heißt es 'open'. Übe es mit dem rechten Bein vorne und dann mit dem linken.
  5. Geschlossene Variante (Front Closed Parallel): gleicher Einstieg, aber jetzt rotiert der Torso in die entgegengesetzte Richtung der Drehung, während die Füße der Kurve folgen. Übe es mit links und rechts vorne. Damit hast du 4 der 8 Variationen.
  6. Rückwärts (Fakie) — vervollständige die 8: gleiche Logik beim Fakie-Skaten. Offene oder geschlossene Position, die Schultern aktivieren den Torso, um die Kurve zu öffnen. Du deckst open/closed × vorwärts/fakie × links/rechts = 8 Gesamtvariationen ab.
  7. Schlüsseltipp für den Parallel: beide Skates bleiben jederzeit in Kontakt mit dem Boden. Hebe weder Spitzen noch Fersen — das verwandelt den Move in einen Pivot, nicht in einen Parallel. Lass die Kanten die Arbeit des Kurvenzeichnens übernehmen.

Häufige Fehler

  • Spitzen oder Fersen heben: verliert ein Teil des Skates den Kontakt, wird der Move zum Pivot. Beide Skates rollen die ganze Zeit vollständig auf dem Boden.
  • Die Drehung mit der Hüfte erzwingen: die Kurve zeichnen die Kanten durch Knöcheldruck; die Schultern initiieren nur die Richtung.
  • Auf das Kreiszentrum zusteuern: die Annäherung ist diagonal — aufs Zentrum zu zielen schließt die Kurve zu früh.
  • Aufrecht einfahren, ohne Neigung: wie ein Motorrad geht der Körper geneigt in die Kurve. Ohne Kantenwechsel gibt es keinen Parallel — nur ein Rutschen.

In einem Satz

Ein sauberer Parallel ist Kantendruck mit beiden rollenden Skates: die Schultern geben die Richtung vor, die Edges zeichnen die Kurve, und der Übungskreis sagt dir die Wahrheit.

Quellen

Die Nomenklatur der Familien und Varianten folgt der offiziellen Quelle. Die begleitenden Übungen, Progressionen und didaktischen Konzepte sind eigene Ausarbeitungen von ARCO, um die Ideen zu vermitteln.

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