ARCO
Zurück zu den Tutorials
Tutorials · Wizard Style Skating·Experte

Lions

Die Einfuß-Version der Gazelles. Der Höhepunkt der Grundlagen.

VoraussetzungTrees

Lions schließen die Grundlagen ab. Es sind Einfuß-Transitions — Kombinationen aus zwei aufeinanderfolgenden Tree Turns.

Die 4 Variationen folgen dem Muster: FOL (Front Open Lion), FCL (Front Closed Lion), BOL (Back Open Lion), BCL (Back Closed Lion). Multipliziert mit links und rechts ergeben das 8 Variationen insgesamt.

Wenn Lions sauber herauskommen, hast du Zugang zum vollständigen Vokabular des Wizard-Base. Alles andere — Combos, Bonus-Moves, Fakie Gazelle, S Move, Toe Press Spin — baut auf diesen fünf Stufen auf.

Schritte

  1. Kontext — der Abschluss der Serie: Lions sind die dritte und letzte Stufe (Transitions), jetzt auf einem Fuß. Nutze die zwei Kreise wieder, die du für das Training der Gazelles vorbereitet hast: hier verkettest du zwei Tree Turns über derselben Zeichnung.
  2. Wichtige Details, bevor du die Skates anziehst: das Bein in der Luft erfordert viel Bewusstsein für seine Position — deshalb nennt man es 'Tail'. Es dient dir als Führung, um die Rotation zu erzeugen, die Impulse zu setzen oder die Torsionen zu halten. Und oben: Schultern und Torso lösen die Rotation aus, die die Impulse entlang der kurvigen Richtung erzeugt.
  3. Was ein Lion ist: die natürliche Progression zwischen zwei Trees. Du fährst mit einem Tree auf einer Kante ein; am Höhepunkt (genau wie bei den Gazelles) passiert eine Übertragung — Gewichtswechsel und Kantenwechsel —, der Torso treibt die andere Richtung an und du fährst auf der entgegengesetzten Kante hinaus. Der Name wird wie bei der Gazelle über die Eingangsbewegung definiert: fährst du offen ein, ist es ein Front Open Lion; fährst du geschlossen ein, fährst du auf der Innenkante hinaus und es ist ein geschlossener Lion. Vorwärts, rückwärts, links und rechts ergeben die 8 Varianten.
  4. Front Open Lion (der erste): nimm etwas Schwung und fahre in deinen Tree ein. Tausche die Position der Schultern am Mittelpunkt, wo sich die Kreise treffen, führe den Blick über die Schulter und rotiere, geführt vom Tail. Im Zentrum fühlt es sich an, als wolltest du einen Eagle in deine Fahrtrichtung setzen, aber ohne den Fuß abzusetzen — er kann hinter der Ferse bleiben. Probiere eine Seite, dann die andere.
  5. Front Closed Lion: fahre mit deinem geschlossenen Tree ein und auf der Innenkante hinaus, dich selbst führend. Erreiche das Zentrum, tausche und halte die Torsionsposition, um mit der Innenkante drücken und den zweiten Bogen zeichnen zu können.
  6. Back Open Lion: Lions sind eine Progression der Gazelles — kannst du bereits deinen offenen Gazelle rückwärts, behalte genau dieses Gefühl: drücke mit einem Bein ab und lass das andere die Form über die Außenkante zeichnen. Das Bein fährt auf der Außenkante ein, aber die Körperöffnung bleibt offen; am Höhepunkt wechselst du auf die Innenkante. Er ist 'offen', obwohl du auf der Außenkante fährst — denn das bestimmt deine Haltung in Beziehung zu dem Bein, das die Bewegung beginnt.
  7. Back Closed Lion und die 8 Varianten: kannst du bereits den geschlossenen Gazelle, hast du alle Elemente — fahre auf der Innenkante ein und wechsle auf die Außenkante, womit du die zwei Trees vervollständigst. Denk daran: Lions sind zwei Trees, verbunden durch einen Kantenwechsel; fährst du innen ein, fährst du außen hinaus. Mit offen und geschlossen rückwärts, links und rechts, vervollständigst du die 8 Varianten aller Lions.

Häufige Fehler

  • Das freie Bein bei der Übertragung absetzen: kommt der Tail am Höhepunkt herunter, wird die Bewegung zu etwas anderem — einem Compás oder einem assistierten Lion. Als Progression können sie dienen, aber das Ziel ist, oben zu bleiben: akzeptiere den Moment der Instabilität; das freie Bein kann sogar hinter der Ferse bleiben, ohne den Boden zu berühren.
  • Ein passiver Tail: das Bein in der Luft ist keine Dekoration — es erzeugt die Rotation, setzt die Impulse und hält die Torsionen. Trägst du es leblos, verlierst du die Führung der Bewegung.
  • Nur mit den Beinen rotieren: Torso und Schultern treiben die Rotation an. Tauschst du die Schultern am Mittelpunkt nicht (und führst den Blick über die Schulter), passiert die Übertragung nicht.
  • Den Namen mit der Kante verwechseln: der Back Open Lion fährt auf der Außenkante und ist trotzdem 'offen' — was offen/geschlossen definiert, ist deine Haltung in Beziehung zum startenden Bein, nicht die Kante, auf der du rollst.

In einem Satz

Der Lion ist die natürliche Progression zwischen zwei Trees: du fährst auf einer Kante ein, am Höhepunkt überträgst du Gewicht und Kante — der Torso treibt die andere Richtung an, der Tail führt — und du fährst auf der entgegengesetzten Kante hinaus, alles auf einem einzigen Fuß. Wenn deine Gazelles schon gelingen, hast du die Elemente; mit den 8 Varianten schließt du die Grundlagen ab.

Quellen

Die Nomenklatur der Familien und Varianten folgt der offiziellen Quelle. Die begleitenden Übungen, Progressionen und didaktischen Konzepte sind eigene Ausarbeitungen von ARCO, um die Ideen zu vermitteln.

Weitere Tutorials