Gazelles
Die vier Kombinationen aus zwei aufeinanderfolgenden Parallel Turns. Hier beginnt der Wizard-Flow.
VoraussetzungParallelsGazelles sind die dritte Stufe der Grundlagen. Es sind Zweifuß-Transitions, gebildet durch die Kombination von zwei aufeinanderfolgenden Parallel Turns in einer einzigen flüssigen Sequenz.
Die 4 Variationen werden mit Akronymen benannt: FOG (Front Open Gazelle), FCG (Front Closed Gazelle), BOG (Back Open Gazelle), BCG (Back Closed Gazelle). Multipliziert mit links/rechts ergeben das 8 Variationen insgesamt.
Hier beginnt der Flow des Stils zu erscheinen: Transitions verketten die Turns und öffnen die Tür, mit Musik zu improvisieren. Der Fakie Gazelle, den du in vielen Videos siehst, ist eine Variation, die auf den Base-Gazelles lebt.
Schritte
- Kontext — bring alles Gelernte zusammen: anders als in den früheren Stufen analysieren wir hier nicht mehr die Haltung ohne Skates — die hast du bereits aus Predator, Parallels und Trees. Ein Gazelle ist die Kombination aus zwei aufeinanderfolgenden Parallel Turns in einer einzigen Transition: du fährst in eine Richtung ein und in die entgegengesetzte hinaus, ohne zu springen und ohne zu pivotieren, nur durch den Kantenwechsel.
- Bereite zwei Übungskreise vor: bisher hast du einen benutzt; für die Gazelles zeichne zwei Kreise nebeneinander, denn du wirst alle Varianten der Parallel Turns verketten, die sich in die Transition verwandeln.
- Zerlege die Bewegung in drei Teile — Eingang, Höhepunkt und Ausgang: der Höhepunkt ist der Mittelpunkt, der APEX der Kurve (ihre Grenze). Dort passiert die Transition: du wechselst die Kanten, mit denen du eingefahren bist, und lässt den Körper in derselben Beziehung hinausgleiten.
- Front Open Gazelle (fang hier an): fahre in einem offenen Parallel Turn vorwärts ein, erreiche den Höhepunkt, übertrage die Kanten und fahre in einem offenen Parallel Turn rückwärts hinaus. Übe beide Seiten (links und rechts).
- Front Closed Gazelle: gleicher Einstieg, aber ändere die Schulter-Bein-Beziehung (geschlossen). Die Regel bleibt: fährst du geschlossen ein, fährst du geschlossen hinaus. Spiele, indem du offen und geschlossen in verschiedene Richtungen übst, und spüre, wie dein Körper reagiert.
- Back Open und Back Closed Gazelle — der Rückwärts-Gazelle (der bekannteste): fahre in deinem Parallel rückwärts ein; der Körper komprimiert, wenn er den Endpunkt erreicht, und drückt beim Hinausfahren ab — das ist das Gefühl, den Gazelle zu 'fangen', der 'Bumm', der dich hinausschleudert. Der geschlossene Rückwärts-Gazelle hat etwas mehr Fußspiel im Höhepunkt und verbindet sich mit vielen anderen Combos.
- Decke die 8 Varianten ab und spiele: FOG, FCG, BOG und BCG × links/rechts. Mache freie Übung rund um die zwei Kreise und kombiniere vorwärts/rückwärts und offen/geschlossen. Wenn deine Parallels integriert sind, dauert das Freischalten der Gazelles nur kurz — die Herausforderung ist der Flow, nicht die Kraft.
Häufige Fehler
- Am Höhepunkt pausieren: hältst du am Mittelpunkt an, endest du mit zwei getrennten Parallels, nicht mit einem Gazelle. Denke 'das Gewicht übertragen', nicht 'einen Turn beenden und einen anderen beginnen' — es ist eine einzige durchgehende Bewegung.
- Einen Fuß beim Übertragen heben: der Gazelle ist auf zwei Füßen. Verlässt ein Skate in der Transition den Boden, ist es bereits ein Lion. Halte beide Skates während des gesamten Bogens rollend am Boden.
- Springen oder pivotieren statt die Kanten zu wechseln: der Gazelle rollt auf den Kanten. Hebst du die Rollen oder drehst du auf den Spitzen, verlierst du die Geschwindigkeit und den Flow der Linie.
- Die Beziehung zwischen Ein- und Ausgang ändern: fährst du offen ein, fährst du offen hinaus; fährst du geschlossen ein, fährst du geschlossen hinaus. Die Beziehung mitten im Turn zu mischen zerlegt die Transition.
In einem Satz
Der Gazelle ist zwei Parallel Turns, zu einer einzigen Transition verkettet: du fährst in eine Richtung ein, erreichst den Höhepunkt, wechselst die Kanten und fährst in die entgegengesetzte hinaus — ohne zu springen, ohne zu pivotieren und mit beiden rollenden Füßen. Wenn dieser Wechsel durchgehend wird, erscheint der Wizard-Flow.
Quellen
Die Nomenklatur der Familien und Varianten folgt der offiziellen Quelle. Die begleitenden Übungen, Progressionen und didaktischen Konzepte sind eigene Ausarbeitungen von ARCO, um die Ideen zu vermitteln.











