ERKENNTNIS · 01/08
Eingeschränkte Hüftmobilität
Die Hüfte des Praktizierenden lässt sich nicht mit der Amplitude in Außenrotation öffnen, die die Adlerhaltung erfordert. Wenn Pablo López versucht, die Position ohne Skates zu erreichen, ist die Gelenköffnung vorhanden, sie hält aber nicht: die Rotation stützt sich auf Kompensationen von Fuß und Rumpf, statt aus dem Femurkopf heraus zu entstehen. Ohne diese aktive Mobilität aus der Hüfte verschlechtert sich die Geste, sobald Gewicht und Reibung der Skates hinzukommen.
Warum passiert das?
In männlichen Körpern ist die Außenrotation der Hüfte aus morphologischen Gründen und aufgrund des Alltagsgebrauchs meist eine wenig trainierte Fähigkeit. Der Femurkopf braucht kräftige und flexible Rotatoren rundherum — Gesäßmuskulatur, tiefe Außenrotatoren, Adduktoren — und ein Becken, das neutral bleiben kann, während der Femur dreht. Wenn diese Muskeln nicht in die Geste integriert sind, versuchen Knie und Sprunggelenk den fehlenden Bewegungsradius auszugleichen, und die scheinbare Rotation endet als Drehung des Fußes, nicht der Hüfte.
Wie wurde es erkannt?
Während der Erstbewertung bat Carolina Miranda darum, die Rotation des Fußes mit einem Widerstandsband bei blockiertem Knie zu isolieren, und beobachtete, dass die Bewegung eher aus der Hüfte als aus dem Sprunggelenk entstand. Später, mit Pablo López in der Adlerhaltung ohne Skates, wies die Coach darauf hin, dass die Gelenköffnung zwar vorhanden sei, die Kraft zum Halten jedoch nicht ausschließlich aus dem Sprunggelenk komme, sondern auch aus der Hüfte. Beide Übungen bestätigten, dass die Einschränkung in der aktiven Verfügbarkeit der Hüfte lag, nicht im passiven Bewegungsradius.
Auswirkungen
Ohne aktive Hüftmobilität lässt sich der Winkel des Adlers nicht lange genug halten, um sich auf Skates zu bewegen. Der Trainingsplan musste einen vollen Monat Arbeit ohne Skates voranstellen, konzentriert auf Hüftrotationen, -flexionen und -extensionen mit Widerstandsband und Fußmanschetten, bevor die Geste erneut auf Rollen versucht wurde. Er zwang auch dazu, neu zu definieren, was Mobilität bedeutet: es reicht nicht, die Position zu erreichen — sie muss aus dem richtigen Muskel heraus erzeugt und gehalten werden.
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