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Routine · 01

Routine 1 — Die Haltung

Die Grundhaltung (Predator) und die Gewichtskarte installieren: zuerst in Schuhen, dann rollend. Es ist Stufe 1 und die Bedingung für alles Weitere — jede Bewegung des Stils beginnt hier.

Phase 1

Ohne Skates

Haltung, Verlagerungen und Kanten in Schuhen. Dient außerdem als Aufwärmen der Sprunggelenke vor jeder Einheit.

ÜBUNG · R1/01

Die Grundhaltung, in Schuhen

Ziel: Die Predator-Haltung und die Gewichtskarte installieren, bevor du die Skates berührst: Fußabstand, gleichmäßiges Absenken mit leichter Präferenz zum hinteren Bein, Arme nach vorn.

Ausführung

  1. Stelle die Füße hüftbreit, bring einen Fuß nach vorn und senke das Gewicht gleichmäßig ab — nicht alles vorn und nicht alles hinten, mit leichter Präferenz zum hinteren Bein.
  2. Heb die Arme nach vorn (die 'Raubtier'-Silhouette, die der Bewegung den Namen gibt): sie helfen dem Gleichgewicht und machen bewusst, wohin der Rumpf geht.
  3. Spiele: schließe die Augen, verlagere das Gewicht zu den Seiten, nach vorn und hinten; versuche, das hintere Bein etwas zu heben und dann das vordere.
  4. Registriere bei jeder Variante, wo und mit welchem Teil des Fußes du auftrittst — dieses Bewusstsein wirst du in Bewegung brauchen.

Was du spüren solltest

Ein kontrolliertes Pendeln: das Gewicht wandert und du bleibst stabil. Wenn das Gefühl 'fast fallen' auftaucht, korrigiere — diese Grenze ist genau die Information, die diese Übung trainiert.

Atmung

Ruhige, kontinuierliche Atmung; atme beim Absenken des Gewichts aus, um überschüssige Spannung in Schultern und Hüfte zu lösen.

Häufige Fehler

  • Den Rumpf statt des Gewichts absenken: die Beugung kommt aus den Beinen, nicht aus dem Neigen des Rumpfes.
  • Die Übung nur einmal und mit nur einem Fuß vorn machen: die Haltung installiert sich durch Spielen, auf beiden Seiten.

Verwandt

ÜBUNG · R1/02

Predator auf einem Bein (und der erste Tail)

Ziel: Lernen, ein Bein zu befreien, indem das Gewicht graduell verlagert wird, vorwärts und in Fakie — wo die Rotation von Rumpf und Hüfte das Bein hebt und der Tail erscheint.

Ausführung

  1. Bring aus deiner Grundhaltung das Gewicht bewusst auf das hintere Bein, genug, damit sich das vordere nach und nach vom Boden löst, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.
  2. Heb das Knie auf Hüfthöhe (90°), Arme nach vorn; spiele mit einer leichten Rumpfrotation. Das ist dein Predator auf einem Bein vorwärts.
  3. Umgekehrt: Gewicht nach vorn — ohne den Rumpf zu weit mitzunehmen — und befreie das hintere Bein.
  4. Für die Fakie-Version rotiere Rumpf und Hüfte: das Bein steigt von selbst und wird zum Tail, dem Bein, das in der Luft führt. Wiederhole alles auf beiden Seiten.

Was du spüren solltest

Das graduelle Lösen: das Bein löst sich 'nach und nach', nicht auf einmal. Spüre in der Fakie-Version, wie die Rumpfrotation das Bein hebt — nicht die Kraft des Oberschenkels.

Atmung

Atme ein, während du die Verlagerung vorbereitest, atme aus, während sich das Bein löst — die Ausatmung stabilisiert den Stand.

Häufige Fehler

  • Das Bein heben, ohne das Gewicht verlagert zu haben: das Gleichgewicht geht in der ersten Sekunde verloren.
  • Mit weit nach vorn geführtem Rumpf kompensieren: nur das Gewicht muss wandern; der Rumpf bleibt gestapelt.

Verwandt

ÜBUNG · R1/03

Kanten in Schuhen (Aufwärmen der Sprunggelenke)

Ziel: Außen, innen und Mitte spüren, bevor du rollst: mit den Sprunggelenken aus der Grundposition drücken, mit leichter Rumpfrotation — derselbe Drill dient als Aufwärmen.

Ausführung

  1. Rotiere in deiner Grundposition (deinem Predator) den Rumpf ein wenig.
  2. Verlagere das Gewicht zur Außenseite der Füße und dann zur Innenseite; der gegenüberliegende Rand hebt sich leicht.
  3. Halte das Gleichgewicht auf jedem Rand einige Sekunden und registriere, wohin das Gewicht ging; wechsle in Ruhe.
  4. Wiederhole mit Rumpfrotation zur anderen Seite. Mach es immer vor dem Skaten: die Sprunggelenke werden den ganzen Tag arbeiten.

Was du spüren solltest

Lebendigen Druck am Rand des Fußes und ein waches Sprunggelenk. Das Ziel ist nicht, sich stark zu neigen: es ist, außen / Mitte / innen präzise zu unterscheiden, ohne hinzusehen.

Atmung

Atme aus, während du zu jedem Rand drückst; die Ausatmung schärft das Gefühl des Stands.

Häufige Fehler

  • Den ganzen Körper neigen statt mit dem Sprunggelenk zu drücken: die Kante wird fein kontrolliert, von unten.
  • Es eilig machen: es ist Aufwärmen und Kalibrierung zugleich — eine langsame Minute ist mehr wert als zehn schnelle.

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Phase 2

Mit Skates

Die Haltung rollend: Platzierung, Beinwechsel, Torsionen und Fakie. Zwei oder drei Schübe genügen.

ÜBUNG · R1/01

Rollender Predator: Position, Beinwechsel und Fakie

Ziel: Die Haltung auf die Skates bringen. Die einzige Voraussetzung ist, vorwärtsfahren zu können: ein paar Schritte, Position setzen, rollen lassen — und von dort Beine, Torsionen und Fakie abwechseln.

Ausführung

  1. Mach ein paar Schritte, setze deine Grundposition und lass es einfach rollen. Wiederhole, bis das Setzen automatisch wird.
  2. Beginne als Drill, das Bein zu wechseln, ohne die Haltung zu verlassen: links vorn, rechts vorn, abwechselnd während du vorwärts fährst.
  3. Füge die Torsion hinzu: fahre mit dem Körper in Torsion (geschlossene Position), wechsle, Torsion zur anderen Seite, Blick nach hinten.
  4. Geh in Fakie über: Fakie-Position, mit und ohne Torsion — alle Varianten, die du in Schuhen gesehen hast, jetzt rollend.

Was du spüren solltest

Die Haltung trägt das Rollen mühelos: du setzt die Position und der Skate reist von allein. Die Beinwechsel fühlen sich wie Gewichtsverlagerungen an, nicht wie Schritte.

Atmung

Atme gleichmäßig mit dem Rollen; vermeide es, die Luft in den Torsionen anzuhalten — angehaltene Luft versteift den Rumpf.

Häufige Fehler

  • Geschwindigkeit suchen: es ist ein Platzierungsdrill, zwei oder drei Schübe genügen.
  • Das Bein wechseln und das Pendeln überspringen: der Wechsel entsteht aus der Gewichtsverlagerung, nicht aus einem neuen Schritt.

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